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Brohltal Classic 2014 – Die wohl heißeste Eifel-Oldtimerrallye des Jahres. Bereits um kurz nach sechs klingelt der Wecker. Der blaue Himmel verspricht genau das, was unsere Laune sagt – Temperatur steigend! So geht es nach einem ersten Kaffee gut gelaunt auf die Straße Richtung Nürburgring. Unser Ziel: Der Endbahnhof der Brohltal Eisenbahn in Engeln nahe Kempenich.

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Team Nelles mit dem Opel Ascona A

Auf die Eichstrecke mit dem quattro

Bevor wir den Bahnhof, dessen Restaurant als Start und Ziel der Eifel-Oldtimerrallye gilt, anfahren, geht es auf die Referenzstrecke. Auf dieser 3 Kilometer langen, vom Veranstalter geeichten Strecke stellen wir erst einmal unseren neuen Wegstreckenzähler im Audi 80 quattro ein. Ich bin schon sehr gespannt, wie der Brantz Pro Rallyecomputer sich im Sollzeit und GLP-Einsatz erweist. Justiert, passt – Also ab zum Start der Brohltal Classic 2014, wo es dann erst einmal zur Papierabnahme und dem Empfang des Gebetsbuchs geht. Eigentlich heißt das Ding ja Bordbuch, aber meine Copilotin hat anhand dieses Buches die ehrenvolle Aufgabe mir den ganzen Tag lang die zu fahrende Strecke anhand von „Chinesenzeichen“ in Verbindung mit der exakten Kilometrierung herunter zu beten.

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Mit der Startnummer 1 am Start - das Team Koch auf Porsche

Brohltal Classic – Sportlich, aber stilvoll

Oldtimerrallye fahren bedeutet nicht über Schotterpisten zu fahren und den Wagen quer durch die Kurven zu treiben. Die Wagen sind meist klassisch in Serie und wollen entsprechend bewegt werden. Sportlich, aber stilvoll. So gilt es hier Sollzeit- und Gleichmäßigkeitsprüfungen zu bewältigen, bei welchen es mit Lichtschrankenmessung auf die zehntel Sekunde ankommt. Bei Rallyes wie der Brohltal Classic sind schon alleine die Verbindungsetappen das absolute Highlight. So führt uns das Bordbuch durch das Brohltal hinaus in Richtung Moseltal. Straßen, die wir nie gefunden hätten, werden erfahren. Schlösser, Burgen und alte Gemäuer wechseln sich mit weiten Panoramaausblicken über die Eifel, das Moseltal bis in den Hunsrück ab. Auf der Strecke zu sein und die Eifel von der schönsten Seite zu erleben ist das, was diese Eifel-Oldtimerrallye wirklich ausmacht. Zwischendurch gibt es natürlich immer Wertungsprüfungen mit geheimen und bekannten Lichtschranken auf die genaue Sekunde zu bewältigen, denn am Ende des Tages soll der Sieger gekürt werden.

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Unser Audi 80 quattro mit der Kultnummer 13

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Mittagsrast an der Mosel

Gegen 13 Uhr geht es für uns in die Mittagspause. Die ist bei der Brohltal Classic dann auch direkt die nächste Nummer. Und die heißt an diesem Samstag dann Hotel-Restaurant Pfeifer. Hier wurde für die Teilnehmer der Klassikrallye ordentlich aufgetischt. Salatbuffet, Spießbraten und Getränke wurden auf der Sonnenterasse des Moselhotel mit direktem Blick auf den Fluss serviert – im Nenngeld inbegriffen versteht sich - und offen gestanden ging es für dieses Ambiente viel zu schnell wieder weiter.

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Team Ritter auf Audi 50

Tagesetappe 2 zurück in die Eifel

Nach dem Restart der Oldtimerrallye ging es am Samstag dann auch wieder recht schnell zurück in die Eifel. Serpentinen, enge Passagen und Waldstücke ging es hinauf in die Eifel. Als sich der dichte Wald der Bergaufpassage lichtet, stehen wir auf einmal direkt vor dem einzigartigen Schloss Bürresheim. Die einzige Anlage in der Eifel, die niemals erobert oder verwüstet wurde und die Kriege des 17. und 18. Jahrhunderts sowie die gesellschaftlichen Umbrüche der Französischen Revolution unversehrt überstehen konnte. Einer nun nicht näher überlieferten Eifel-Rallye-Legende nach soll die Anlage noch heute von einem besonders angriffslustigen Drachen bewacht werden. So schickte es sich neben der Burg lieber nicht zu lange an zu halten und doch lieber schnell wieder weiter zu fahren – immer die Uhr im Blick.

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Endstation im Brohltal Bahnhof

Interessante Wertungsprüfungen, abgelegene Straßen und atemberaubende Eifel-Ausblicke später geht es zurück zum Endbahnhof der Brohltal Eisenbahn. Etwas Wehmut macht sich nun doch in mir breit, denn der Tag neigt sich dem Ende zu. Gehen 17:30 Uhr rollen wir durch den Zielbogen ins Parc Ferme der Brohltal Classic 2014. Während die Veranstalter am Computer nun alle Hände voll zu tun hatten, um die Ergebnisse der Lichtschrankenmessungen auszuwerten, beginnt für uns Teilnehmer der gemütliche Teil. Man kennt sich mittlerweile durch zahlreiche Rallyes. Was gibt es also Schöneres, als nach einer schönen Eifel-Oldtimerrallye den Tag gemeinsam mit Rallye-Freunden bei dem ein oder anderen Kaltgetränk noch einmal bei schönstem Biergartenwetter Revue passieren zu lassen? Zudem wartet noch das große Abendbuffet zum sattessen im Restaurant auf uns. Auch dieses ist bei der Brohltal Oldtimerrallye im Nenngeld inbegriffen und sollte erwähnt werden!

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Startnummer 13 - Klassensieger der Youngtimer

Jeder wartet natürlich gespannt auf die Auswertung der Zeiten. Wie wurden die Lichtschranken genommen? Hat es heute gepasst? Dann kommt der Aushang mit den Ergebnissen: Platz 29 Gesamt – da muss was schief gelaufen sein. Hatten wir den Wegstreckenzähler falsch eingestellt oder die Stoppuhr falsch rum gehalten? Doch dann aufatmen, ein Computerfehler hat uns satte 180 Strafpunkte nach hinten geworfen. Das Ergebnis wir neu gerechnet und wir sind mit dem Audi 80 quattro Klassensieger in der Youngtimer Klasse!! Zudem gewinnt unsere Mannschaft den Pokal für die beste Mannschaft am Start der Eifel-Oldtimerrallye. Kann ein schöner Tag besser enden?

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Mehr Bilder zur Brohltal Classic Oldtimerrallye findet ihr in der Bildergalerie! (hier klicken)

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Co-Pilotinnen unter sich: Johanna Hupfeld und Daniela Peschel

Weblinks:

Homepage der Brohltal Classic

Presseagentur der Brohtal Classic 2014 - Motormarketing.de

Fotografen auf der Strecke - PhotoAHRT.de

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Team Silomon auf Porsche

 

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Michael Peschel

Michael ist der Betreiber von GermanMotorKult. Gleichzeitig auch Verfasser der meisten Artikel im Blog Magazin. Zudem ist er Social Media Spezialist, Editor und Inhaber der KFZ-Marketing Agentur MotorMarketing.

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